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Squffy

Dein Hund bellt andere Hunde an der Leine an

Ein ruhiger Border-Collie-Mischling mit einem Classic-Halsband in Olive Green läuft auf einem niederländischen Weg am Kanal an einem Radfahrer vorbei und blickt zu seinem Menschen auf

Zuletzt aktualisiert:

Definition

Bellen und in die Leine springen, sobald ein anderer Hund auftaucht, heißt Reaktivität. An der Leine kann dein Hund keinen Bogen laufen und nicht weg, also macht er sich laut. Darunter liegt Angst oder Frust, und welches von beiden es ist, entscheidet, was hilft.

Auf dem Bürgersteig, fünfzig Meter entfernt, kommt ein anderer Hund. Dein Hund sieht ihn, macht sich groß, bellt, springt in die Leine und ist nicht mehr ansprechbar, bis der andere vorbei ist. Auf der Hundewiese spielt derselbe Hund freundlich mit allem, was vier Beine hat. Zu Hause ist er ein Sofakissen.

Das ist keine schlechte Erziehung und kein Charakterfehler. Es ist der häufigste Grund, aus dem uns Leute aus Deutschland schreiben, und es ist ein bekanntes Muster mit einem eigenen Namen.

Dein Hund ist reaktiv, nicht aggressiv

Ein reaktiver Hund reagiert auf einen bestimmten Auslöser stärker, als die Situation es hergibt, und zwar an der Leine. Der Auslöser ist meistens ein anderer Hund, manchmal ein Fahrrad, ein Jogger oder ein Kinderwagen. Derselbe Hund ohne Leine oder hinter einem Zaun schaut oft gar nicht hin.

Im deutschen Sprachraum liest man dafür auch Leinenaggression. Das Wort ist gängig, aber es beschreibt das Verhalten und nicht das Motiv, und das Motiv ist selten Angriffslust. Wenn dein Hund einen anderen Hund verletzen wollte, würde er nicht ankündigen. Bellen ist eine Ankündigung.

Warum genau an der Leine

Zwei freilaufende Hunde haben Möglichkeiten. Sie gehen im Bogen aufeinander zu, schnüffeln kurz seitlich und gehen weiter. Dieser Bogen ist normale Hundekommunikation und erledigt die meisten Begegnungen, bevor irgendetwas passiert.

An der Leine ist jede dieser Möglichkeiten weg. Dein Hund kann keinen Bogen laufen, weil er an zwei Metern Band hängt und du geradeaus über den Bürgersteig gehst. Weg kann er auch nicht. Es bleibt nur nach vorn, und das ist die einzige Richtung, die er nicht will. Also macht er sich hart und laut, in der Hoffnung, dass der andere verschwindet.

Und der andere verschwindet ja. Aus Sicht deines Hundes hat das Bellen funktioniert, also kommt es beim nächsten Mal früher und lauter.

Frust oder Angst, und woran du es siehst

Die beiden sehen von außen fast gleich aus, und der Unterschied entscheidet, was hilft. Sieh nicht auf das Bellen, sondern auf den Moment danach.

MerkmalFrustAngst
Körper vor dem Bellennach vorn, auf den Zehenzurück oder eingefroren
Rutehoch, schnell wedelndtief, steif
Stimmehell, quietschendtief, knurrend
Nach der Begegnungschüttelt sich aus, schnüffelt weiterbleibt minutenlang angespannt
Leckerchen danachnimmt es sofortnimmt es nicht

Das Leckerchen ist das verlässlichste Zeichen. Ein Hund, der draußen nicht frisst, was er in der Küche sofort nimmt, steht unter Stress und lernt in diesem Zustand nichts.

Warum Abgewöhnen die falsche Frage ist

Viele suchen danach, dem Hund das Bellen abzugewöhnen. Das geht sogar, mit genug Druck, und es ist eine schlechte Idee. Das Gefühl unter dem Bellen bleibt dann dasselbe, nur die Ankündigung ist weg. Ein Hund, der gelernt hat, dass Bellen bestraft wird, geht irgendwann ohne Vorwarnung nach vorn, und dann steht ihr in einer Situation, die vorher immer laut angekündigt wurde.

Was hilft, ist Abstand

Jeder reaktive Hund hat eine Entfernung, auf der er einen anderen Hund sehen kann, ohne überzugehen. Außerhalb dieser Entfernung kann er noch denken, innerhalb nicht mehr. Alles, was du übst, passiert außerhalb.

In der Praxis: Sieh den anderen Hund früher als dein Hund. Wechsle die Straßenseite, geh hinter ein parkendes Auto oder eine Hecke, und gib deinem Hund etwas Gutes, solange der andere in Sicht ist. Du versprichst ihm damit nicht, dass das Bellen aufhört. Du zeigst ihm, dass ein Hund in der Ferne etwas Angenehmes bedeutet und dass er nichts regeln muss.

Das dauert Wochen und nicht einen Spaziergang. Geh in dieser Zeit zu Zeiten und an Orten los, an denen wenig passiert, auch wenn sich das nach Aufgeben anfühlt. Zwanzig ruhige Spaziergänge bringen mehr als einer, in dem dein Hund dreimal übergeht.

Wasserpistole, Sprühhalsband, laute Korrektur

Danach wird viel gesucht, also sagen wir es deutlich: Das erschreckt deinen Hund in dem Moment, in dem er ohnehin schon überfordert ist, und zwar in Anwesenheit des anderen Hundes. Damit sagst du ihm, dass ein fremder Hund in der Nähe unangenehme Dinge auslöst. Genau das ist die Überzeugung, die du loswerden willst.

Wann Hundeschule und wann Tierarzt

Das ist ein Verhaltensthema und kein Materialthema. Eine Hundetrainerin oder ein Hundetrainer, die ohne Strafreize arbeiten, sehen in wenigen Stunden, welche der beiden Ursachen dein Hund hat, und rechnen dir deine Entfernung aus. Frag vorher, wie gearbeitet wird, und geh weiter, wenn Rangordnung erklärt wird.

Wenn Spazierengehen gar nicht mehr geht, weil dein Hund vom Haustürschritt an unter Strom steht, sprich mit deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt. Es gibt Hunde, bei denen Medikamente der Unterschied sind zwischen trainieren können und nicht trainieren können. Das ist kein Ersatz für Training und kein Eingeständnis, sondern das, was das Training überhaupt möglich macht.

Was Ausrüstung kann und was nicht

Kein Halsband, keine Leine und kein Geschirr löst das. Wer dir etwas anderes erzählt, verkauft dir etwas.

Was Ausrüstung entscheidet, ist, wie sicher du durch diese Wochen kommst. Ein Hund, der in die Leine springt, setzt in diesem Moment viel Kraft auf einen Punkt: ein Band von 38 mm verteilt sie über mehr Hals als ein schmales, und die Steckschnalle unserer Tactical (Von Squffy hergestellt) Linie ist bis 360 kg geprüft, damit sie nicht der Teil ist, über den du nachdenkst. Der gepolsterte Griff über dem D-Ring gibt dir einen zweiten Kontaktpunkt, auf dem du die Hand ablegen kannst, ohne an der Leine zu ziehen. Zieht dein Hund dabei so, dass er röchelt, häng die Leine ans Geschirr und lass das Halsband für die Erkennung um.

360 kg / 907 kg: Squffy-Spezifikation. Prüfnorm und Laborbericht sind noch nicht veröffentlicht.

Classic
GrößeHalsumfangGurtbreite
S24-35 cm20 mm
M32,5-52,5 cm20 mm
L38-61 cm25 mm
XL44-73 cm25 mm
Tactical
GrößeHalsumfangGurtbreite
M37-47 cm25 mm
L45,5-61 cm38 mm
XL54,5-79 cm38 mm
Puppy
GrößeHalsumfangGurtbreite
XS21,5-31,5 cm15 mm
S26-41 cm15 mm

Häufig gestellte Fragen

Warum bellt mein Hund andere Hunde nur an der Leine an?
Weil die Leine ihm jede Möglichkeit nimmt. Zwei freilaufende Hunde gehen im Bogen aufeinander zu, schnüffeln seitlich und gehen weiter. An der Leine kann dein Hund keinen Bogen laufen und nicht weg, es bleibt nur nach vorn. Also macht er sich laut, damit der andere verschwindet, und der verschwindet ja. Aus seiner Sicht hat es funktioniert.
Ist das Aggression?
Meistens nicht. Der gängige deutsche Begriff Leinenaggression beschreibt das Verhalten, nicht das Motiv. Ein Hund, der einen anderen verletzen wollte, würde nicht vorher ankündigen, und Bellen ist eine Ankündigung. Darunter liegt fast immer Angst, wenn er die Begegnung nicht will, oder Frust, wenn er sie unbedingt will.
Woran erkenne ich, ob es Angst oder Frust ist?
Sieh nicht auf das Bellen, sondern auf den Moment danach. Bei Frust schüttelt sich dein Hund aus und schnüffelt weiter, Körper vor dem Bellen nach vorn, Rute hoch. Bei Angst bleibt er minutenlang angespannt, der Körper ging vorher zurück, und er nimmt kein Leckerchen an, das er in der Küche sofort nimmt. Das Leckerchen ist das verlässlichste Zeichen.
Kann ich meinem Hund das Bellen abgewöhnen?
Mit genug Druck ja, und es ist eine schlechte Idee. Das Gefühl darunter bleibt dasselbe, weg ist nur die Ankündigung. Ein Hund, der gelernt hat, dass Bellen bestraft wird, geht irgendwann ohne Vorwarnung nach vorn. Arbeite an der Entfernung, nicht am Geräusch.
Hilft eine Wasserpistole gegen das Bellen?
Nein. Du erschreckst deinen Hund in dem Moment, in dem er schon überfordert ist, und zwar in Anwesenheit des anderen Hundes. Damit lernt er, dass ein fremder Hund in der Nähe unangenehme Dinge auslöst. Das ist genau die Überzeugung, die du loswerden willst.
Wann sollte ich mit dem Tierarzt sprechen?
Wenn Spazierengehen gar nicht mehr geht, weil dein Hund vom Haustürschritt an unter Strom steht. Es gibt Hunde, bei denen Medikamente der Unterschied sind zwischen trainieren können und nicht trainieren können. Das ersetzt kein Training, es macht es möglich. Der erste Weg bleibt eine Hundeschule, die ohne Strafreize arbeitet.
Wird ein anderes Halsband etwas ändern?
An dem Verhalten nichts. Kein Halsband, keine Leine und kein Geschirr löst Reaktivität, und wer etwas anderes behauptet, verkauft dir etwas. Was Ausrüstung entscheidet, ist, wie sicher du durch die Trainingswochen kommst: ein Band von 38 mm verteilt die Kraft eines Sprungs über mehr Hals, und der gepolsterte Griff über dem D-Ring gibt dir einen zweiten Kontaktpunkt, ohne dass du an der Leine ziehst.

Über diesen Artikel

Anna schreibt, wie sie spricht: freundlich, direkt und leicht zu folgen. Ihre Geschichten handeln vom echten Leben mit Hunden: matschige Pfoten im ganzen Haus, Welpen, die alles ankauen, oder ein Hund, der direkt nach de

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung verfasst und von Anna de Jong geprüft, Autorin für Alltag mit Hund · Amsterdam. Redaktionelle Aufsicht durch Laura de Wit.

Redaktionelle StandardsKI-Nutzungsrichtlinie

Zuletzt geprüft:

Literatur (5)
  1. [1]Shih, H-Y., Paterson, M. B. A., & Phillips, C. J. C. (2019). Stress signals during dog walking and the effect of leash tension. Applied Animal Behavior Science, 215, 64-70.
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  4. [4]China, L., Mills, D. S., & Cooper, J. J. (2020). Efficacy of dog training with and without remote electronic collars vs. a focus on positive reinforcement. Frontiers in Veterinary Science, 7, 508.
  5. [5]RSPCA (2022). Understanding reactive behavior in dogs: a guide for owners. RSPCA Companion Animal Department.

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