Hundehalsband mit Griff, und wie du ihn benutzt

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Definition
Der Griff ist eine gepolsterte Schlaufe aus Gurtband, oberhalb des D-Rings in das Halsband eingenäht. Du greifst von oben mit vier Fingern hinein und hast deinen Hund unmittelbar bei dir, ohne die Leine einzuholen. Er holt näher, er hebt nicht, und eine Hand bleibt an der Leine.
Ein Hundehalsband mit Griff ist in Deutschland kein Nischenprodukt. Danach wird häufiger gesucht als nach dem Wort taktisch, und das hat einen praktischen Grund: Der Griff ist das einzige Teil an einem Halsband, das etwas verändert, was du mit deinen Händen tust.
Bei uns ist er eine gepolsterte Schlaufe aus Gurtband, oberhalb des D-Rings eingenäht. Im Ruhezustand liegt sie flach am Nacken. Vier Finger hinein, und dein Hund ist unmittelbar bei dir.
Wie du ihn benutzt
Von oben und mit dem Handrücken nach außen, nicht von der Seite. Greif hinein und lass den Arm dabei locker: Der Griff ist dazu da, deinen Hund näher zu holen, nicht ihn zu heben. Ein Hund, der am Griff nach oben gezogen wird, verliert das Gleichgewicht und wehrt sich, und du hast das Gegenteil von Kontrolle.
Zweitens: eine Hand bleibt an der Leine. Der Griff ersetzt sie nicht, er ergänzt sie um einen Punkt weiter vorn. Wer die Leine loslässt und nur noch am Griff hält, hat keinen zweiten Anschlagpunkt mehr, wenn er ausrutscht.
Drittens, und das ist die Gewohnheit, die du dir angewöhnen willst: Hand auflegen, ohne zu ziehen. In den meisten Situationen reicht die Berührung. Dein Hund merkt, dass du dran bist, bevor überhaupt Zug entsteht.
Die vier Momente, in denen es sich lohnt
Beim Tierarzt. Ihr sitzt auf der Bank, alles ist ruhig, dann kommt eine Katzenbox oder ein steifbeiniger Hund um die Ecke. Zeit, die Leine einzuholen, ist nicht. Du greifst nach unten und dein Hund ist am Knie, bevor irgendetwas eskaliert. Das ist die Situation, die uns am häufigsten geschrieben wird, und es geht dabei fast nie um Aggression.
In der Stadt. Ein Wochenmarkt, eine schmale Altstadtgasse, ein Radweg, auf dem jemand von hinten schnell kommt, eine Außengastronomie, an der ein Kind einfach die Hand ausstreckt. In all dem gibt eine Leine von 150 cm deinem Hund mehr Raum, als die Lage hergibt.
Beim Ein- und Aussteigen. Kofferraumklappe, Aufzugtür, Treppenhaus. Der Griff gibt dir Halt, während die andere Hand etwas öffnet oder trägt. Davon berichten Leute mit Rottweilern, Cane Corsos und Bouviers mehr als alle anderen.
Wenn du angeleint laufen musst. In Deutschland ist das für viele kein Sonderfall, sondern der Alltag: In mehreren Bundesländern gelten für bestimmte Hunde zusätzliche Auflagen, und in Naturschutzgebieten und in der Brut- und Setzzeit ohnehin. Wer dauerhaft an der Leine unterwegs ist, braucht den zweiten Kontaktpunkt einfach öfter. Was bei dir gilt, steht in deinem Landesrecht und nicht hier.
Was er nicht tut
Er löst kein Ziehen und keine Reaktivität. Beides sind die größten Themen, mit denen deutsche Hundehalter zu uns kommen, und beides ändert sich nicht durch eine Schlaufe Gurtband. Was der Griff in diesen Momenten tut, ist die Distanz zu verkürzen, ohne dass du an der Leine reißen musst, und damit fällt der eine Reiz weg, der die Lage sonst noch verschärft. Das ist Management, nicht Training. Die Trainingsteile stehen in den Artikeln über Ziehen und über Bellen an der Leine.
Eingenäht oder angenietet, und warum es zählt
Am Markt gibt es zwei Bauweisen. Bei der einen ist der Griff bei der Herstellung in die tragende Lage des Gurtbands eingenäht. Bei der anderen wird er nachträglich mit Nieten, Druckknöpfen oder einer Schlaufe befestigt.
Die angenietete Variante hat drei Schwachstellen, und keine kündigt sich an. Nieten sind Einzelpunkte, und ein Hund von 45 kg bringt beim Anspringen kurz mehr als sein Körpergewicht auf so einen Punkt. Metallteile korrodieren, und Nieten lockern sich lange bevor das Gurtband verschlissen ist. Und ein nachträglich angebrachter Griff sitzt fast immer an der falschen Stelle, weil er dort sitzt, wo Platz war, und nicht dort, wo die Hand hingehört.
Wenn du irgendwo kaufst: Frag, ob der Griff eingenäht oder angenietet ist. Das ist eine Frage, die sich in einem Satz beantworten lässt, und die Antwort sagt dir mehr als jede Produktbeschreibung.
Und der zweite Griff an der Leine
An unserer Tactical (Von Squffy hergestellt) Leine sitzt zusätzlich eine gepolsterte Schlaufe nahe am Karabiner. Sie macht dasselbe wie der Griff am Halsband, nur an der anderen Stelle: Du greifst hinein und hast deinen Hund dicht bei dir, ohne die lange Bahn einzuholen. Beides zusammen ist selten nötig. Wer aber viel in Verkehr und Menschen unterwegs ist, greift in der Praxis eher zu dieser Schlaufe als zum Griff am Hals, weil die Hand schon oben ist.
Häufig gestellte Fragen
7 FragenWas ist ein Griff am Hundehalsband?
Wie greife ich richtig hinein?
Ersetzt der Griff die Leine?
Hilft ein Griff gegen Ziehen oder Bellen an der Leine?
Wann brauche ich wirklich einen Griff?
Eingenäht oder angenietet, macht das einen Unterschied?
Wozu ist die zweite Schlaufe an der Leine?
Über diesen Artikel
Anna schreibt, wie sie spricht: freundlich, direkt und leicht zu folgen. Ihre Geschichten handeln vom echten Leben mit Hunden: matschige Pfoten im ganzen Haus, Welpen, die alles ankauen, oder ein Hund, der direkt nach de
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung verfasst und von Anna de Jong geprüft, Autorin für Alltag mit Hund · Amsterdam. Redaktionelle Aufsicht durch Laura de Wit.
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Literatur (4)
- [1]Carter, A., McNally, D., & Roshier, A. (2020). Canine collars: an investigation of collar type and the forces applied to a simulated neck model. Veterinary Record, 187(7), e52.
- [2]Pauli, A. M., Bentley, E., Diehl, K. A., & Miller, P. E. (2006). Effects of the application of neck pressure by a collar or harness on intraocular pressure in dogs. Journal of the American Animal Hospital Association, 42(3), 207-211.
- [3]Grainger, J., Wills, A. P., & Montrose, V. T. (2016). The behavioral effects of walking on a collar and harness in domestic dogs. Journal of Veterinary Behavior, 14, 60-64.
- [4]Hunter, A., Blake, S., & Ferro de Godoy, R. (2019). Pressure and force on the canine neck when exercised using a collar and leash. Veterinary and Animal Science, 8, 100082.
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